Es ist ein altes Hotel an der Haupt- und Marktstrasse. Altes Gemäuer, vor den Fenstern diese durchlöcherten Steinverziehrungen, die gleichzeitig Schatten machen und den Blick von aussen versperren. Am Tor stehen 2 Wachleute, und bevor sie das Tor aufmachen, laden sie ihre Gewehre durch – hässliches Geräusch. Im Erdgeschoss ist die Kommunikationslogistik (und Inshallah, die Land-Internetverbindung sollte demnächst wieder in Gang kommen) und die Büros. Wir sind gar nicht so schlecht ausgestattet, einige Laptops, ein Kopierer, Drucker, das Satelitentelephon, und, Mama: sogar mehrere Locher.
Im ersten Stock unsere Zimmer, ausreichend gross, ausreichend komfortabel, Dusche/Toiletten zusammen, Ventilatoren an der Decke. Mit meinem kleinen Faible für Kitsch ist es sogar charmant, dass sie zu lindgrünem Wandanstrich pink-orange Vorhänge kombiniert haben.
Im zweiten Stock die Küche, ein grosser Gemeinschaftsraum und eine schattige Dachterasse mit Hängematte. Palmen vor der Nase, ein unglaublicher Sternenhimmel abends, Abendessen draussen im Licht von Petroleumlampen, kaum Mücken, zwei, drei kleine Ameisen – wenn nicht das hässliche Geräusch beim Oeffnen des Tores wäre, fast ein Ferienparadis.

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