das war eine lange Nacht gestern: unsere medizinische Koordinatorin aus Nairobi ist gestern aus dem Flugzeug gehüpft (unter anderem, denn der Logistiker in Nairobi hat sich endlich an die Arbeit gemacht und neben der neuen Klimaanlage für den neuen OP, Farbe für die Wände, Paracetamol und Labortests auch Kleinigkeiten wie Ketchup und Schokoladenkekse in diesen armen Lufthüpfer gepackt - ha, hatte er doch ein schlechtes Gewissen, dass er uns hat so lange schmoren lassen! allerdings immer noch kein Kaffee), und da gab es viel zu plaudern! und der fast-noch Vollmond hat unsere Petroleum-Lampen auf der Dachterasse unterstützt, und die Küchenfrauen hatten Samosas gemacht, und irgendwann hat uns der Morgen-Muezzin daran erinnert, dass gleich die Sonne aufgehen wird.
ui, ich bin nur mittelmässig motiviert für die Freitags-Visite im Krankenhaus! die Schwestern werden eine friedliche Visite erleben, ohne Grundsatzdiskussionen darüber, dass sie zum Verbandswechsel mehr als eine einzige Kompresse anschleppen könnten, dass mal wieder 10'000 Angehörige die Station bevölkern, dass es keine gute Ausrede für vergessene Medikamente ist, dass man verwirrt war von den neuesten Gerüchten um "the ethiopian troops" und dass der Sauerstoffkonzentrator aussieht, als hätte er eine mehrtägige Reise durch staubige Wüsten und nasse Flüsse hinter sich. Stop, nein, den Sauerstoffkonzentrator sollten sie geputzt haben gestern!
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1 Kommentar:
Lieber Spatz, allmählich schleicht sich Alltag-und Feiertagswechsel ein, was immer das in der Situation, in der Du lebst und arbeitest, heißen mag. Wann wirst Du denn Deine Nachfolger einarbeiten, ui. pardon, Nachfolgerinnen und Nachfolger? Paß' weiterhin gut auf Dich auf, gib weiterhin viel von Deinem Wissen weiter, und komm dann bald zurück, hier gibt es dann sicherlich guten afrikanischen Hochlandkaffee!
Sei gut beschützt und ganz fest umarmt von
Deinen MaPa
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