heute war der grosse Tag der Logistik-Crew: die chirurgische Männerstation ist in den frisch getrichenen und geputzten Flügel umgezogen. Wer laufen konnte, ist selber durch den Gaten hinübergetrabt. Wer selber sein Bett tragen wollte, wurde umgehend vom chirurgischen Team, das sich das Ganze teetrinkend und schmunzelnd angesehen hat, nach Hause entlassen, trotz unvermeidlicher und umgehender Prosteste "nein, ich bin doch noch soooo krank!". und wer nicht laufen konnte, wurde zusammen mit seinem Bett durch den Garten transportiert. Das war ein Bohei! besonders unsere beiden Patienten, die jeweils ein Gewicht am Bein hängen haben, um ihre Brüche wieder einzurichten, und die uns normalerweise im Stundenrhythmus bestürmen, dass jetzt alles verheilt sei und sie bitteschön aufstehen dürfen, haben sich plötzlich sehr gesorgt um ihre verhassten Gewichte. und es war ein Bild für die Götter, wie sie in ihren Betten, mit dem Moskitonetz wie ein Himmelbett über sich, quer durch den Garten geschwebt sind!
der Umzug der Wachstation, mit zwei Patienten unter Sauerstoff, war dann eher etwas für die Aerzte, aber mit vereinten Kräften, in einem somalisch-italienisch-englischen Kauderwelsch (und landessprachlichen Flüchen), haben wir das auch geschafft.
sie ist wunderschön, unsere neue Station: gelbe Wände, lichtdurchflutet, höhere Decke (= mehr Luft), und mehr Platz. kleiner Nebeneffekt: die Schwestern mussten ihre Schränke aus- und wieder einräumen, und siehe da, einiges von den "we don't have"-Objekten kam friedlich ans Tageslicht gekullert. sag ich doch, in einem guten Haushalt geht nichts verloren!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen