gestern hat uns Hassan verlassen. oh, das ist ein Verlust! wer füllt mir jetzt Mangosaft ins leere Glas nach? und schubst die Hängematte an? und findet die verborgenen Antibiotika in der Krankenhausapotheke? und übersetzt das aufgeregte Kauderwelsch des emergency room-Teams? und wer macht Freitags mit mir Visite? und guckt im Anschluss, wenn es draussen zu heiss ist, eine nigerianische soap opera? ich vermisse ihn jetzt schon ...
sein Ersatz, Ogaro, auch aus Kenia (allerdings spricht er kein Somali) ist noch ziemlich verloren hier, schläft schlecht, fühlt sich noch nicht sicher und vermisst all die netten kleinen Hilfsmittel von zu Hause ("machst Du auch laparoskopische Operationen hier?" - Himmel, Junge, wir haben noch nicht mal einen Elektrokoagulator, und manchmal auch nicht wirklich Strom ...).
Auf wiedersehen, Hassan!
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2 Kommentare:
Wahrscheinlich hast Du Dich zu stark verwöhnen lassen, aber den Neuen kannst Du ja vielleicht motivieren.
Uns hast Du jedenfalls auch verwöhnt, denn nach zwei/drei Tagen ohne neue Weblog-Nachricht kamen wir ins Grübeln...
Weiterhin alle Gute
mapa
wieso zu stark verwöhnen lassen?! so gehört sich das schliesslich :-)
dem Neuen habe ich eine Auszeit gewährt gestern und heute, und dafür mit Suleiman Visite gemacht. Suleiman ist einer der Anästhesiepfleger, der zwar knapp zählen kann, dessen Englisch aber mit jedem Tag besser wird. Und seitdem ich seine Tante von ihrer Verstopfung geheilt habe, kann er plötzlich auch alleine Narkose machen.
Ogaro sieht schon weniger verstört aus heute abend, ich denke, morgen packt er es wieder!
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